Ach, das machen wir nach der Wahl

Nach der Wahl ist vor der Wahl. Das könnte auch das Motto sein, welches sich aktuell in der Politik abzeichnet. Wichtige Entscheidungen werden im Zuge der Corona Pandemie durchgesetzt. Wichtig für Unternehmen, Arbeitnehmer aber hauptsächlich (so erscheint es jetzt) für die Politik selber. Wie das?

Mitten im Wahlkampf bereits

Die Corona Pandemie ist noch in vollem Gange und wird mit dem Spätsommer und dem eintretenden Herbst sicherlich noch an fahrt aufnehmen. Mitten in dieser größten Wirtschaftskrise die Deutschland je erlebt hat seit dem zweiten Weltkrieg bestellt die SPD Ihren Kanzler Kandidaten. Der Genosse Olaf wird’s schon richten. Olaf Scholz als Finanzminister arg gebeutelt könnte im kommenden Jahr sowie in Erklärungsnot geraten was mit den Milliarden passiert ist, die alle im Zuge der Corona Pandemie freigesetzt worden sind.

Kug verlängern – bitteschön liebes Volk

Gerade wurde im August verabschiedet, dass sich das Volk, die Unternehmen, eigentlich alle freuen können. Warum? Die Bundesregierung hat sich zusammen gerauft und das Kurzarbeitergeld (KUG) im Pandemie Fall erweitert und sogar deutlich verlängert. In der kommenden Woche soll im Bundestag verabschiedet werden, dass das Kurzarbeitergeld (KUG) bis Dezember 2021 gezahlt werden kann. Eine noble Geste die natürlich auch direkt den Haken besitzt das die Sozialversicherungsleistungen der ach so armen Kranken- und Pflegekassen nur bis Mitte 2021 komplett durch die Agentur für Arbeit gestellt wird. Das allerdings zu 100 Prozent. Ab dann, für das restliche halbe Jahr übernimmt der Staat immerhin 50% dieser Leistungen. Immerhin etwas. Andere Länder können mit diesem Königsbonus erst gar nicht aufwarten. Von daher, liebe Wirtschaftsvertreter, seid froh das Ihr so eine vorausschauende Regierung in diesem Land habt. Aber Moment. Wieso lässt die Politik sich auf dieses Spielchen ein, weil gleichzeitig die Insolvenz pflicht auf Beginn 2021 verschoben wurde.

Die ersten Zombie Firmen

Durch das Aussetzen der Insolvenz Pflicht bei Kapitalgesellschaften (eigentlich bis Ende September 2020) bis Anfang 2021 spricht die Presse schon bereits jetzt vermehrt von den ersten Zombie Firmen die in Deutschland Existieren. Mit Zombie Firmen sind Unternehmen gemeint die weder über Kapital noch Liquidität verfügen um im eigenen Interesse handeln zu können. Diese ersten, fremd bestimmten, Firmen sind bereits in der Mittelschicht des Unternehmerkreises anzutreffen.

10 Millionen Arbeitslose?

Warum wird all diese Unterstützung zu teil aktuell? Klar und fest zu stellen ist, dass die Corona Pandemie, die bereits schlimm genug mit den medizinischen Folgen ist, dass die wirtschaftlichen Folgen auf Grund des sofortigen Lockdowns und Stillstand der Wirtschaft, den wir im Frühling und Frühsommer 2019 erlebt haben, so enorm und dramatisch sind, dass wir noch über Jahre etwas hiervon haben. Eins darf jetzt nicht vergessen werden und sollte auch nicht verdrängt werden. Es ist bereits jetzt das Jahr vor der Wahl. Der großen Wahl. Einer der größten Wahlen in den letzten 10 Jahren. Warum das? Weil Dauerkanzlerin Angela Merkel öffentlich preis gegeben hat nicht weiter regieren zu wollen. In diesem Zuge sind die Machtverhältnisse jetzt neu anzuordnen. Es wird entsprechend eine neue Ordnung geben. Das ist ein ganz entscheidender Punkt für die Wahl 2021. Bedeutet, um hier der breiten Parteien Vielfalt im Rechten und Linken Milieu nicht noch mehr Auftrieb zu geben mussten sich die Parteien der Mitte zusammen schließen und schlussendlich das Volk beruhigen. Beruhigen? Eins ist schon jetzt klar. Es wird massenhaft Insolvenzen und damit auch Freisetzung von Arbeitskräften geben. Die ersten Agenturen für Arbeit bereiten sich auch schon auf die Marke annähernd der 10 Millionen vor. Schuld? Schuld hat niemand, das ist das kritische an dieser Sache. Einfach die wirtschaftlichen Folgen der Corona Pandemie werden eine so enorme Zahl an Firmen und Arbeitsplätzen zerstören. Das ist leider gewiss. Daher sollte man tunlichst alles erdenkliche versuche vor der Bundestagswahl 2021 nicht zu viele Arbeitnehmer frei zu setzen. Wie immer scheint hier das Motto das es nach der Wahl nicht mehr so schlimm wird, da die nächste Bundesregierung ja vier Jahre Zeit hat sich mit den Wirtschaftlichen und Politischen Folgen der Beendigung des Kugs auseinander zu setzen. Bereits jetzt kann ich persönlich das nur kommentieren mit: „Na dann Mahlzeit“.

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M A R C U S  D O R F F – Unternehmensberatung & Arbeitsvermittlung
Interessiert Sie der engere Austausch mit anderen Unternehmern? Besuchen Sie mich und lernen viele andere Unternehmer kennen. Marcus Dorff ist Mitglied im Business Network International (BNI) und dort im Chapter Löwenherz, Frechen (bei Köln) aktiv. Aktuell ist Marcus Dorff hier Chapter Direktor und moderiert hier Donnerstags das Unternehmerfrühstück zu dem wir Sie herzlich einladen uns zu besuchen und Gedanken auszutauschen. Interessiert? Dann registrieren Sie sich hier kostenlos unter nachstehendem Link: BNI Löwenherz Besucher

Die neue Methodik der Krankenkassen

Provokant gewählt wurde dieser Kurztitel. Methodik der Krankenkassen. Worum es geht und warum jeder Unternehmer mit Mitarbeitern ab einer Zahl von 30 hierauf acht geben sollte erkläre ich Ihnen gerne hier.

Start der Corona Pandemie

Viele Unternehmen haben in der drohenden Corona Krise versucht Ihre aktuelle Liquidität bei zu behalten. In diesem Zuge hat nahezu jedes Unternehmen die Krankenversicherungs- als auch die Sozialversicherungsbeiträge im Allgemeinen gestundet, da dieses durch einen Eilantrag durch den Bundestag gepeitscht wurde. Hierdurch konnten Unternehmen die Zinsfreie Stundung erwirken. Dieser Einladung sind viele Unternehmen nachgekommen. Einige hatten hierbei allerdings verwechselt das bei einer Stundung letztendlich nur um einen Aufschub der Zahlungen handelt und nicht das diese erlassen werden.

Stundung bis 30.06.2020

Schlussendlich werden die Sozialversicherungsbeiträge fällig. Das magische Datum bis wann diese Zinslos gestundet wurden war der 30.06.2020, da es sich um einen außerordentlichen Beschluss im Bezug auf die Corona Pandemie handelte. Mit Ablauf dieser Frist sind viele (gerade) Krankenkassen wieder da und verteilen sehr gerne eine Option zur Ratenzahlung um die Gesamtlast für ein Unternehmen so gering wie möglich zu halten. Dieses wird von vielen Unternehmern auch gerne angenommen, es sollte allerdings im Hinterkopf behalten werden das die Gesamtbelastung für ein Unternehmen trotz allem ständig steigt und dieses verzinst werden muss.

Arbeitsämter & KUG Zahlung

Die Arbeitsämter mussten mit einer Flut an Anträgen klar kommen. Diese wurden anfangs etwas holprig, später aber sehr schnell, nahezu ohne Prüfungen, durch gewunken. In dem Zuge der Zahlung des KUG (Kurzarbeiter Geldes) werden auch die Sozialversicherungen mit überwiesen. Diese sollten auch tunlichst von Unternehmern zurück gehalten werden oder direkt an die Sozialkassen weiter geleitet werden, denn als Unternehmer besteht die Pflicht dieses weiter zu leiten. Das muss jedem klar sein, der ein mittelständiges Unternehmen hat oder leitet.

Methodik der Krankenkassen

Im Zuge dieser Entwicklungen mit Corona, Stundung, Ausgleich durch die Arbeitsämter im Verfahren des KUG zeichnet sich jetzt jedoch ein erneutes Standbein der Sozialkassen ab. Nicht nur das die Krankenversicherungen nun entdeckt haben, dass Sie durch die massive Vergabe von Krediten (Ratenzahlungen sind Kredite!) eine neue Einnahmequelle generieren konnten, nein! Auch durch die Säumnis und Mahngebühren.

Wieso das? Kontrollieren Sie in Ihrem Unternehmen folgenden Vorfall: Die Krankenkassen werden Ihnen einen Antrag zu einer Raten Rückzahlung Ihrer gestundeten Sozialversicherungsbeiträge geschickt haben. Die Sepa Lastschrift Mandate, die bereits vor der Corna Pandemie im Einsatz waren sind jedoch durch Ihre Stundung gestoppt worden. Entsprechend erheben die Krankenkassen nun gerne eine Mahngebühr und/oder einen Säumniszuschlag, da Sie als Unternehmer ja nicht der Pflicht nachgekommen sind die Sozialversicherungsbeiträge rechtzeitig zu zahlen. Diese Mahn/Säumniszuschläge sind gerne mal 50-100 Euro, abhängig von Ihrer Unternehmensgröße. Meine Firmen selber haben mit mehr als 30 Krankenkassen zu tun. Bei diesen Summen erreichen Sie ungewollt direkt Dimensionen die in die tausende Euro gehen können.

Sie sollten in diesem Fall, dass Sie solch eine Erhebung erhalten haben zunächst Widerspruch einlegen und das schriftlich festhalten. Gleichzeitig ist meine persönliche Empfehlung; Rufen Sie die zuständige Sozialkasse an und fragen gezielt nach dem Ansprechpartner der in dem Brief genannt wurde. Dann sprechen Sie die Person darauf an, dass Sie nie das Sepa Lastschrift Mandat beendet haben, sondern durch die Stundung dieses nur ruht. Daher wäre die Kranken-/Sozialkasse ohne weiteres in der Lage gewesen, dieses wieder zu aktivieren und den Betrag von Ihrem Unternehmer Konto ein zu ziehen. Daher bitten Sie höflichst um das Entfernen der Mahn und/oder Säumniszuschläge, da diese nicht gerechtfertigt erhoben wurden, da es sich um eine Verfehlung seitens der Krankenkasse handelt und Sie ja gewillt waren den Beitrag zu entrichten.

Krankenkassen lenken spätestens dann ein und erstatten den Betrag oder ziehen diesen von der Forderung ab, weil genau das der Fall ist, wie oben beschrieben.

Da sich aktuell jede Krankenkasse gleich verhält in dem Versandt der Mahn/Säumniszuschläge scheint hier offensichtlich Methode hinter zu stecken. Und das nicht zu knapp. Wenn man berechnet das nur fünf von Zehn Unternehmen eine solchen Mahnung tatsächlich wahrnehmen und den Betrag inklusive der Mahn/Säumniszuschläge überweisen, dann kann sich jeder Ausrechnen, welche ein offensichtliches Geschäftsmodell sich hierhinter verbirgt.

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